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Tour "Spurensuche”


Die Thementour mit forstwirtschaftlichen Highlights. Der Strecke verläuft auf dem "oberen Teil" der Tour 1. Gestartet wird in Johanniskreuz. Vorbei geht es dabei an folgenden Informationstafeln des Forstamtes Johanniskreuz zur Kultur- und Forstgeschichte im Johanniskreuzer Wald.

Wegekreuz Johanniskreuz (km 0,0)
In Johanniskreuz an der Einfahrt zum Cafe Niklis steht ein altes Wegekreuz auf der ehemaligen Besitzgrenze des Leininger und Wilensteiner Herrschaften. Das Wappen auf dem Johanniskreuz gab lange Anlass zu Spekulationen. Am wahrscheinlichsten ist die Annahme, dass es auf die früheren Besitzer der Burg Hohenecken hinweist.

Hirschhaupt Forstamtsgebäude (km 0,2)
Gegenüber, hinter dem Haus der Nachhaltigkeit, liegt etwas versteckt das Forstamtsgebäude Johanniskreuz. Das Gusseiserne Hirschhaupt an der Südseite des Gebäudes verrät seine frühere Zweckbestimmung. 1822 von der damaligen königlich bayerischen Forstverwaltung erbaut, war das Forsthaus zuerst Dienstsitz des Revierförsters. Von 1885 bis 1923 diente es als Forstamtsgebäude, nachdem durch die große Organisationsänderung von 1885 das Revier Johanniskreuz, das vorher zum Forstamt Elmstein gehörte, in den Rang eines Forstamtes erhoben wurde. In dem Gebäude tagte 1843 ein "Comite" von 14 bayr. / pfälzischen Forstleuten, die eine forstlich-charakteristische Skizze der Waldungen auf dem bunten Sandsteingebirge der Pfalz, welche hier unter dem Namen "Pfälzerwald" bezeichnet wurden, und Hauptwirtschaftsregeln dafür niederlegten. Diese Regeln würde man heute als Waldbaurichtlinien bezeichnen. Sie beeindrucken noch jetzt durch ihre Modernität, betonen sie doch stets die Bedeutung der naturnahen Waldbewirtschaftung.

Eschkopfturm (km 6,2)
Der Eschkopfturm ist mit 608,3 m der höchste Punkt in Forstamtsbereich. Der auf dem Gipfel des Eschkopfes stehende Eschkopf- oder Ludwigsturm wurde 1902 auf Betreiben des "Katasterbüros" in München zur Landesvermessung eingerichtet. Durch Spendengelder des Verschönerungsvereines Johanniskreuz konnte der Turm mit einer Aussichtsplattform ausgestattet werden. In napoleonischer Zeit stand auf dem Eschkopf ein hölzerner Turm, der als optischer Telegraph auf der Nachrichtenstrecke Paris-Mainz diente. Der Name Eschkopf weist auf die frühere Gewinnung von Pottasche hin. Pottasche als Kalisalz war unersetzlich für die Seifensiederei und die Glasherstellung.

Holzkohlenbrennöfen (km 17,0)
Zeugnisse der jüngeren Vergangenheit sind die Köhlerhütte und die danebenliegenden Holzkohlebrennöfen. Diese Öfen dienten, ebenso wie die Kohlenmeiler, der Herstellung von Holzkohle. Über steuerbare Kamine wurde die unvollständige Verbrennung des Holzes durch kontrollierte Sauerstoffzufuhr sichergestellt. Die Öfen stammen aus der Zeit des 2. Weltkrieges, als Holzkohle als Ersatztreibstoff für Fahrzeugmotoren (Holzvergaser) verwendet wurde. In der sog. Köhlerhütte wohnten die Arbeiter und lagerte gleichzeitig die Holzkohle.

Burgalbsprung (km 19,4)
Die Burgalb entspringt als aufsteigende Quelle im Burgalbweiher, welcher seit 1875 künstlich aufgestaut ist. Am Auslauf des Weihers steht die Hälfte eines Brunnentroges aus dem Trippstadter Schlossgarten. Die Brunnenschale wurde Ende des 19. Jhd. im Einvernehmen der Amtsvorstände von Trippstadt und Johanniskreuz dorthin gebracht. Nach einem knappen Kilometer vereinigt sich am Pferdsbrunnerweiher die Burgalb mit dem Pferdsbach und bildet ab dort den Schwarzbach.

Wertvolle Furniereichen (km 21,0)
Rechts und links des Weges sehen wir Exemplare der Baumart, für die der Pfälzerwald zu Recht berühmt ist. Umrahmt von 180-jährigen Buchen stehen bis zu 350-jährige Traubeneichen, die Aufgrund von Dimension und Güte für die Herstellung wertvollster Furniere geeignet sind. Schon in den vergangen Jahrhunderten waren die Eichen hochgeschätzt, lieferten sie doch wertvolles Holz für Haus-, Schiffsbau und Küfer und waren bedeutend als Mastbäume für den Schweinetrieb. Kurz darauf erreichen wir den Lagerplatz, auf dem die Werteichen des Forstamtes zur Versteigerung angeboten werden.

21,4 km
395 m